Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus

Rechtsextremismus, Hass und Hetze werden immer sicht- und spürbarer, dennoch herrscht oftmals Sprachlosigkeit. Anlässlich des Hamas-Überfalls auf Israel im Oktober 2023 haben sich renommierte Künstler*innen zusammengeschlossen, um das Schweigen zu durchbrechen und Sichtbarkeit zu schaffen für die Menschen, die betroffen sind. Mit der Aktion „Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ soll vor allem mit dem Medium Comic zum Dialog beigetragen, individuelle Geschichten erzählt und aufgeklärt werden.
Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten von 48 Zeichner*innen mit rund 60 Comic-Arbeiten, die auf persönlichen Gesprächen basieren und von jüdischen Perspektiven, von Verunsicherung und Bedrohung in Deutschland sowie von wachsender Muslimfeindlichkeit und anderen Formen von Rassismus erzählen.
„Wir machen Bilder. Wir zeichnen, was wir wahrnehmen, was wir sehen und hören, aber auch, was im Verborgenen bleibt. Wir sprechen mit Menschen aus unserer Umgebung. Der grauenhafte Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und das entsetzliche Leid, das die anhaltenden Angriffe des israelischen Militärs auf den Gaza-Streifen über die Menschen bringen, machen uns fassungslos. Zu erfahren, dass sich jüdische Menschen in Deutschland isoliert und bedroht fühlen, dass sie wieder vermehrt Angst haben müssen, weil sie Juden*Jüdinnen sind, erschüttert uns zutiefst. Gleichzeitig sehen wir mit Schrecken, dass auch Muslimfeindlichkeit und rassistische Diskriminierungen zunehmen.“
Initiiert wurde das Projekt von den Zeichner*innen Hannah Brinkmann, Nathalie Frank, Michael Jordan, Moritz Stetter, Birgit Weyhe und Barbara Yelin. Begleitet wurde die Initiative durch Dr. Véronique Sina (Goethe-Universität Frankfurt), das Team des Internationalen Comic-Salons Erlangen sowie die Pressestelle der Stadt Erlangen.
Foto Einblick in die Ausstellung © Comic Salon Erlangen
Comic von Moritz Stetter © Moritz Stetter
