Ausstellungseröffnung „Zwischen Flammen und Freiheit – Wenn Worte verboten sind. Literatur, Widerstand und der Kampf für Demokratie im Nationalsozialismus“

Die Ausstellung versteht Erinnerungsorte nicht als abgeschlossene historische Marker, sondern als lebendige Orte demokratischer Auseinandersetzung. Durch die Verbindung von lokaler Geschichte, biografischem Erzählen und aktueller Fragestellung entsteht eine Erinnerungskultur, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft und junge Menschen aktiv einbezieht.
Die Ausstellung twidmet sich dem bislang wenig beachteten Widerstand gegen die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen von 1933 und der damit verbundenen Literaturpolitik.Während die Bücherverbrennungen selbst fester Bestandteil der Erinnerungskultur sind, bleiben jene Menschen, Orte und Handlungen, die sich diesem Akt der kulturellen Zerstörung widersetzten, oft unsichtbar. Genau hier setzt das Projekt an: Es macht Widerstand sichtbar – lokal, biografisch und mit Blick auf die Bedeutung von Meinungsfreiheit und Demokratie heute.
Im Zentrum stehen zwei miteinander verbundene Perspektiven. Zum einen richtet sich der Blick auf lokale Kontexte: In zehn ausgewählten Orten werden konkrete Widerstandshandlungen gegen die Bücherverbrennungen recherchiert – oft kleine, mutige Gesten von Einzelpersonen, Initiativen oder Netzwerken vor Ort. Diese regionalen Geschichten zeigen, dass demokratisches Handeln auch unter repressiven Bedingungen möglich war und machen lokale Orte zu Orten der Demokratiegeschichte. Zum anderen beleuchtet das Projekt Autor:innen im Widerstand. Viele der verfolgten Schriftsteller:innen waren nicht nur Opfer,sondern aktive Akteur:innen – im Exil, in der inneren Emigration oder durch literarische Interventionen. Ihre Biografien werden als persönlicher Anknüpfungspunkt genutzt, um historische Erfahrungen von Verfolgung, Zensur und Widerstand nachvollziehbar zu machen. Ergänzt werden diese Perspektiven durch Beispiele verfolgter Autor:innen der Gegenwart und einen globalen Blick auf die Bedrohung der Meinungsfreiheit.
Weitere Infos zur Ausstellungseröffnung folgen
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