Die Erich Weinert Ausstellung



Anstehende Veranstaltungen sowie Ausstellungen

bis
Erich Weinert (1890-1953) / Oskar Schönberg (1892-1971): „Zwei Schriftsteller in ihrer Beziehung zueinander und zum Stadtteil Buckau“.

Dabei werden Dokumente zur Buckauer Geschichte um 1900 aus dem Sammlungsbestand des Literaturhauses unter Einbeziehung von Ergebnissen eines Projektes von Studenten des Institutes für Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 2016 zu Oskar Schönberg und Exponaten privater Leihgeber gezeigt.

Zum Literaturhaus Magdeburg Ausstellungsüberblick


Erich Weinert (1890 – 1953) Leben und Werk

Der Lyriker und Satiriker Erich Weinert wurde 1890 im heutigen Literaturhaus in der Thiemstraße 7 in Magdeburg geboren. Sein Lebensweg ist exemplarisch für viele Künstler, die sich in den 1920er Jahren der Arbeiterbewegung anschlossen. Die Ausstellung präsentiert sein Arbeitszimmer und seine Arbeitsbibliothek aus den 1950er Jahren sowie viele Originaldokumente und Fotos über sein Leben und Werk. Lebensdaten finden Sie hier als PDF-Dokument.

Lebensdaten in der Zeitlinie

1890 4. August 1890 in Magdeburg geboren
1908 -1912 Studium an der Handwerker- und Kunstgewerbe in Magdeburg und an der Königlichen Kunstschule in Berlin. Staatsexamen als akademischer Zeichenlehrer
1914 -1918 Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg
1919 - 1921 Lehrer an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule und an einer Fortbildungsschule in Magdeburg, Mitglied der Magdeburger Künstlergruppe "Die Kugel"
1923 - 1930 Kabarettistische Tätigkeit in Leipzig und Berlin, unter anderem im Kabarett "Retorte" und bei den "Wespen", Entstehung vieler satirischer Gedichte
1927/28 Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller, eigene Vortragsabende mit den Gedichten und Balladen bis 1933
1929 Eintritt in die KPD
1933 - 1945 Exil in der Schweiz, in Frankreich und in der Sowjetunion; in der Exilzeit gehen Weinerts Manuskripte, u. a. verschiedene Dramen, verloren
1937 - 1939 Teilnahme am Kampf der "Internationalen Brigaden" in Spanien, Entstehung von Balladen und Liedern
1941 Überfall auf die Sowjetunion durch die Deutsche Armee, Weinert wird in der Propaganda-Abteilung der "Roten Armee" in der Sowjetunion eingesetzt; verfasst Aufrufe, Texte und Gedichte für Flugblätter, die über den deutschen Frontlinien abgeworfen werden, und spricht unmittelbar an der Front zu den deutschen Soldaten
1943 Präsident des Nationalkomitees "Freies Deutschland" in der Sowjetunion, Mitarbeit im Rundfunksender des Nationalkomitees
1946 Rückkehr nach Deutschland, Vizepräsident der Zentralverwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone
1949 und 1952 Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR, Zusammenstellung und Herausgabe der Erinnerungen des Malers Heinrich Vogeler
1953 20. April 1953 in Berlin gestorben

Medien der Erich Weinert Ausstellung

Einen visuellen Einblick in die Ausstellungen gewinnen Sie in unserem Medienarchiv.