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Heinrich Vogeler: Ein Künstlerleben in unruhevoller Zeit.


Zeitraum: bis

Dauer: 2h

Diavortrag und Diskussion mit Hans-Joachim Krenzke. Wenige Menschen können von sich sagen, so nah am Puls der Epoche gewesen zu sein wie Heinrich Vogeler. Den ersten tiefen Einschnitt in sein Leben durchlitt der universell begabte Künstler als Freiwilliger an der Front des Ersten Weltkrieges. Infolgedessen wandelte er sich zum Verfechter einer friedvollen, gerechten Welt. Im Januar 1918 rief er Kaiser Wilhelm II. unmissverständlich dazu auf, das Blutvergießen zu beenden. Im Revolutionsmonat November gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Arbeiter- und Soldatenrates in Osterholz. Sodann wandelte er seinen Worpsweder Wohnsitz „Barkenhoff“ in eine Arbeitskommune um. Ab 1923 bereiste Vogeler mehrfach die Sowjetunion und manifestierte in „Komplexbildern“ die dortigen revolutionären Umbrüche. Ab 1931 verlegte er seinen Wohnsitz gänzlich nach Moskau. Seine Hoffnung, dass in der Sowjetunion eine bessere Welt geschaffen würde, erfüllte sich jedoch nicht. Trotz bitterer Erfahrungen hielt er an seinen humanistischen Idealen fest, wodurch sein Lebensweg zum Leidensweg wurde. Im September 1941 wurde Vogeler nach Kasachstan zwangsevakuiert, wo er 1942 aufgrund körperlicher Schwäche starb. Die Lesung ist Teil der Veranstaltungsreihe: „Traum und Terror: 100 Jahre Oktoberrevolution. Eine kritische Hommage“ von Miteinander e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Kulturzentrum Moritzhof, dem Literaturhaus Magdeburg und der Stadtbibliothek Magdeburg.

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Veranstaltungsort: Stadtbibliothek